Der Koch

0 Kommentare | 25. August 2012

Vor ungefähr 11 Jahren habe ich noch Spaghetti mit Ketchup gekocht, der Käse darüber kam aus der Tüte. Auch Spiegeleier auf Butterbrot habe ich selbst zustande bekommen. Ich kann mich auch an Toast Hawaii erinnern. Meist wurde ich aber auch bekocht. Die guten Sachen kamen noch von meiner Mutter. Es gab Salzkartoffeln mit Buttermöhren und Steak aus der Eisenpfanne mit viel Butter gebraten und paniert. Sonntagsessen mit Fleisch.

Es war an einem Silvesterabend. Wir verbrachten mit der Familie die Feiertage bei Freunden in Eutingen. Da sah ich ein italienisches Kochbuch „Die echte italienische Küche“, welches mein Freund zu Weihnachten geschenkt bekam. Mich sprachen nicht nur die Bilder an, sondern die kurze strukturierte Zubereitung und die Zutaten, welche auch bei uns sehr leicht zu bekommen waren. Und es hat auch noch geschmeckt. Von dieser Reihe kaufte ich mir dann die restlichen Bücher und fing an zu kochen.

Wie es fast bei jedem Hobby ist, braucht man dann noch so dies und das. Also habe ich mir noch die nötigen „Werkzeuge“ zugelegt. Da bin ich dann nicht nur leidenschaftlich, sondern auch ein bisschen fanatisch.

Den „Rest“ zum letztendlichen „Kochen mit Leidenschaft“ hat mir dann noch ein Geschenk gegeben. Jamie Oliver, Jamie`s Kitchen. Heute habe ich alle Bücher und Videos von ihm.

Um viel zu lernen, habe ich öfter genau nach Rezept gekocht. Jetzt verändere ich auch Gerichte nach meinem Geschmack und kreiere eigene Gerichte.

Vor 8 Jahren hat mich ein Geschäftspartner in einen Herren-Kochclub mitgenommen. Nach mehreren Kochtests bin ich aufgenommen wurden. Es war für mich ein sehr emotionaler Moment, denn es war nicht so, dass zufällig mal ein Platz frei war, sondern die Anforderungen waren Leidenschaft, Persönlichkeit und das gute Kochen. Ich habe in den Jahren viel dazu gelernt und möchte behaupten, dass unsere Gerichte Sternequalität haben.

Jetzt koche ich fast täglich und auch in kleiner oder größerer Runde und mit mehreren Gängen.
Es ist ein herrliches Gefühl, wenn der erste Bissen zu sich genommen wird, dann Stille herrscht, ich die Leute anschaue und dann ein Raunen durch die Runde geht und alle zufrieden lächeln und einen Dank aussprechen.

Ich liebe es, auf diese Weise Menschen glücklich zu machen.

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