Die Toskana – Meine Emotionen und Erfahrungen – Teil 2

Von: | 0 Kommentare | Vom: 15. Juni 2017 | Kategorie: Allgemeines, Urlaub

Die Toskana

Wir haben nun 2 ½ Wochen hinter uns, sind braun geworden, kein Regen, weit über 30 Grad jeden Tag. Nur dazu. Nein, eigentlich ist das nicht nebensächlich, denn es geht hier um die Landwirtschaft. Alles trocknet aus.

1800 Fotos später habe ich nun gelernt, wie ich eine Pizza im Steinofen backe, Steaks ohne Holzkohle grille und auch noch paar mehr italienischer Wörter.

Zum Glück sind noch keine Ferien in Deutschland, zum Glück sind wir in einem Gebiet mit wenig Touristen, das ist ja genau das, was ich wollte. Die Menschen kennenlernen, die Mentalität, das Kulinarische und einfach das Flair.

Es ist einfach unglaublich schön hier.

Und ich bin davon überzeugt, dass es genau wie in Frankreich gut ankommt, wenn man mit den Menschen erstmal versucht in der Landesprache zu kommunizieren, auch wenn es später mit Händen und Füßen, oder in Englisch weiter geht. Ich sag dann immer „tedesco“ und ein Lächeln geht über das Gesicht der Toskaner. Ich nehme auch oft mein iPhone mit dem Google-Übersetzer und tippe schnell die Wörter oder Sätze ein. Das hilft vor allem an der Wurst-Theke. 🙂

In Cortona gibt es einen wundervollen Laden mit Sachen aus Olivenholz. Da habe ich eine große Schüssel (26cm) mit sehr hohem Rand gekauft. Der ältere, sehr nette Verkäufer zeigt mir daraufhin seine Weine, seine Trüffelsachen und lockte mich mit der Verkostung von Süßigkeiten. Ich probierte sehr viel, sagte ihm dann auf Englisch, dass er ein sehr guter Verkäufer sei. Er hat bemerkt, dass ich nicht ein Touri bin, der sich zu allem überreden lies. Statt den anfangs 12.- € Weinen, habe ich 2 um die 6 € gekauft und im Nachhinein: Sie waren sehr gut. Das mit den Trüffelgläsern hab ich mal gelassen. Es blieb dann auch bei der Schüssel, die, vorher im Internet recherchiert, auch sonst viel teurer war. Trotzdem hat er allen 3 Kindern und meiner Freundin noch Süßigkeiten verteilt. Man muss also sagen, was man denkt und das sehr freundlich.

Wer fragt, geht nicht irre. 🙂 Ich habe gelernt, klar zum Ausdruck zu bringen, dass ich lokale Dinge kaufen möchte. Und zwar die, die auch die Einheimischen kaufen. Ich muss dazu sagen, dass die Vermieterin natürlich ein Glückstreffer ist. Viele Informationen habe ich bekommen. Wo man was kauft, wo gute Restaurants sind uvm.
Dazu hat aber auch Tripadvisor geholfen. Es stimmt in vielen Dingen.

Aber! Ich habe sehr viel selbst gekocht. Ganz einfach. So, wie man in vielen italienischen Kochbüchern liest. Es war jedes Mal ein Genuss. Besser als in Deutschland.

In unserem Lieblingsrestaurant mit 180-Grad-Panorama haben wir ein belgisches Pärchen kennengelernt. Sie leben schon das 15. Jahr für 9 Monate hier. Unwahrscheinlich nett. Aber auch sehr hilfreich, denn sie sprachen deutsch. Das ist hier 15 km unter Arezzo nämlich sonst nicht mehr der Fall. 2 Fragen musste ich stellen:
1. Was essen Italiener zum Frühstück?
2. Wie sieht es mit den Verkehrskontrollen aus?

Warum habe ich diese Fragen gestellt? Geht mal in einen coop und sucht nach Brötchen, oder fahrt auf einer Straße mit Begrenzung 50.
Die Italiener essen früh kaum etwas. Ein Donat und einen Kaffee (Espresso), laut den Belgiern, die deutsch sprechen. Das liegt auch daran, dass die Italiener erst ab 20:00 Uhr anfangen, richtig zu essen. Ich habe dies auch intuitiv gemacht. Es war früh schon so warm, dass man gar nicht so viel essen kann, abgesehen davon, welche Menge man am Vorabend in sich rein geschlungen hat. Mittags bei über 30 Grad gibt es nur ne Kleinigkeit. Ich weiß gar nicht, ob die Italiener mittags etwas essen. Ich jedenfalls hab es nicht bis zum Abend durchgehalten.
Wenn ich auf einer Straße von einem kleinen zum anderen kleinen Ort gefahren bin, dann hab ich mich, gewarnt von den Deutschen, an die Regeln gehalten, alle anderen nicht. Das habe ich mir dann auch abgewöhnt. Man solle bremsen, wenn die Italiener bremsen, in den größeren Städten und dort, wo auf Radarkontrollen hingewiesen wird. Das soll jetzt keine Anstiftung zum schneller Fahren sein, dennoch war ich mit meiner Geschwindigkeit eher eine Gefahr.

Nochmal zu den Brötchen. Selbst backen, ist glaube ich das Richtige. Ich habe für Pizza sehr viel Teig gemacht und die Hälfte für Brötchen in den Kühlschrank gestellt. Einmal gebacken, konnte ich sie angefeuchtet erneut aufbacken. Sie werden immer besser. 🙂

Vielleicht ist es ja mal an der Zeit, wieder ein Rezept einzustellen.

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